Etwas abgeschieden von Häusern und Menschen
stand ein prachtvoller Baum, eine schlichte Schönheit.
Jeden Tag kam ein Junge, um eine bestimmte Uhrzeit
an seinen Lieblingsplatz, seiner Freiheit Grenzen.


Er war oft dort zu finden, fern der hektischen Stadt.
Dort konnte er alleine sein bei Tag wie bei Nacht;
im Schutze des Baumes fand der Friede statt.
Hier war etwas besondres; Vollkommenheit, ja!


Hier tankte er Kraft, hier fand er Rat;
einfache Annahme, obwohl er anders war.
Der Baum verneigte sich vor ihm, wie schön das war;
Glück mit Liebe umrahmt, seine Äste umarmten ihn zart.





Doch irgendwann, mit dem letzten herbstes Wind
fing der Tag an vor der Nacht zu flüchten. Atemlos!
Der Lieblingsplatz des Jungen weggeweht. Wohin?
einfach ersetzt, einfach abgewandt, einfach nahtlos.

Kein Platz mehr für den Jungen, an seinem Baum.
Die Schönheit erscheint andern; ihm nichtmal im Traum.
Was hat er falsch gemacht, fragt er sich;
aus Ehrlich- & Offenheit wird ein Hauch von nichts.

Die Füße des Jungen tragen ihn nun weiter;
schwarze Tränen rinnen entlang seinen Wangen.
Verewigt im Wind, verewigt in seinen Gedanken.
Freiheit beginnt neue Grenzen zu malen; wieder gescheitert.

eigentlich wollte ich schon in einem Buch weiterlesen und gemütlich in den Federn chillen.
dachte das wird ein kurzes Gastspiel hier am Rechner aber Pusteblume.

hab mich eben durch den einen oder andren Blog gelesen, Bilder betrachtet und schwups waren sie da...diese Gedanken...dieses verwirrung-stiftende Gefühl in meiner Bauchgegend...der plötzlich schnellere Pulsschlag...der Blick, der sieht, aber nichts davon fasst...
klingt komisch? scheisse man, ja, aber eine Form meiner elitären Ansprüche an mein Leben zwingt mich dazu, aus dem Fenster zu schauen und weiter zu sehen, als ich sehen kann.


was ist das? die ganze Welt scheint auf Reisen zu sein; sich an neue Kulturen anzupassen und die eigene, wahre Authenzität zu finden; Charakterbildung im Zeichen der Globalisierung zu erfahren. warum bin ich hier? warum gerade hier in diesen 4 Wänden und nicht auf einer Insel fern der Heimat, umgeben von Dingen, die ich noch nie zuvor gesehen habe und Menschen, die ich seit kurzem kenne und ihnen schon vertrauen kann; umgeben von Gottes Schöpfung, die mir zu einem erschreckend geringen Bruchteil bekannt ist.


für die nächsten 4,5 Jahre bin ich an diesen Ort aus bildungstechnischen Gründen gebunden. habe ich meine Chance verpasst? was ist wenn ich bis dato schon meine große Liebe gefunden habe? verblassen dadurch nicht solche Wünsche, die man als Anfangzwanziger so hegt? kann ich es mir dann überhaupt noch leisten mich für eine Weile outzusourcen?
in meinem Kopf bin ich ein Weltverbesserer. lass mich auf die Bretter der Welt und ich verändere sie. typisch für Anfang 20 -> keine Furcht vor der Welt, nur Sehnsucht, Zeichen zu setzen und Veränderung in die Welt zu bringen, welche sich niemand bisher getraute bzw nicht auf die Ideen kam. (ich hab ja noch Zeit "erwachsen" zu werden ;))

ich hab viel erlebt in meinem bisherigen Leben. ist das nicht wieder ein Konstrukt eines Erklärungsversuches, eines Entschuldigungs dafür, dass ich es bisher eben nicht auf die Reihe bekommen habe, so etwas zu starten? die Welt zu bereisen? weshalb denke ich, dass ich das brauche? ja, ich habe viel erlebt, aber sagt man sich nicht doch immer, dass man mehr erleben möchte? in unsrer Zeit ist genug nie genug, weshalb sollte ich individualisiert genug sein, um mich solchen soziokulturellen must-have-Bildungskriterien entziehen zu können?!
warum hat Gott mich noch nicht frei gemacht und mich in die Welt geschickt? hat er es versucht, aber ich hab die falsche Ausfahrt genommen, weil ich mir wieder selbst die Sicht versperrte?

... ... ...
ich rutsche zu sehr in die philosophisch-psychoanalytische Schiene ab. ich begebe mich zu Bett, da ich spüre, dass ich hier noch einen Weile tippen würde, wenn ich mich nicht aufraffe und den Rechner ausschalte.

verzeiht mir für solche Unmengen an Buchstaben ohne sinnvollen Inhalt oder Lehre oder Gedankenanstoß für das eigene Leben. war schlicht spontaner Egoismus, der mich überfiel und euch wieder an einem meiner verquerten Gedankespaziergängen teilhaben ließ...
- bloggen hat irgendwie eine Form von Freiheit, von Frei-Machen, von Ausbrechen...zumindest für mich =)

wenn jemand vielleicht doch etwas fühlte beim Lesen (sofern er/sie bis zum Ende kam ;) wenn ja -> Respekt =)) lass es mich wissen. vielleicht sprichst du Wörter, die freisetzen, nach was ich suche *smile*

in diesem Sinne, gehabt euch wohl

" Die Gedanken die wir uns auswählen sind die Werkzeuge mit denen wir die Leinwand des Lebens anmalen"
hab ihr gedacht ich lass euch ohne einen meiner Glückskekssprüche gehen? =P

Das Leben ist wie eine Fahrt in einem Vergnügungspark.
Wenn ihr die Fahrt beginnt und denkt, es wäre die Realität, dann ist unser Gehirn problemlos in der Lage es real erscheinen zu lassen.
Die Fahrt geht hoch und runter, hin und her, mal Nervenkitzel, mal kalter Schauer, sie ist sehr hell und in Farbe und es ist ziemlich laut und es macht Spaß - eine Weile lang.

Einige, die schon lange auf dieser Fahrt sind, beginnen sich zu fragen: "ist das echt oder ist das nur 'ne Fahrt?"
Andere erinnern sich und sie kommen zu uns und sagen: "Macht euch keine Sorgen und habt niemals Angst, denn das ist nur 'ne Fahrt."

Und wir bringen diese Leute um.

"Bringt ihn zum Schweigen! Ich hab' in diese Fahrt invenstiert. Schaut euch meine Sorgenfalten, mein dickes Bankkonto und meine Familie an, das muss echt sein!"

Es ist nur 'ne Fahrt.


Aber wir bringen die guten Jungs um, die uns das sagen. Wir lassen stattdessen die Dämonen um uns herum Amok laufen. Aber das macht nichts, denn es ist nur 'ne Fahrt, die wir jederzeit ändern können.

Es ist nur die Wahl.


Kein Aufwand, keine Arbeit, kein Job, keine Ersparnisse.
Nur die Wahl, hier und jetzt, zwischen

Angst und Liebe
Bill Hicks


Die Revolution beginnt bei Dir.
Die Revolution beginnt JETZT!