eigentlich wollte ich schon in einem Buch weiterlesen und gemütlich in den Federn chillen.
dachte das wird ein kurzes Gastspiel hier am Rechner aber Pusteblume.
hab mich eben durch den einen oder andren Blog gelesen, Bilder betrachtet und schwups waren sie da...diese Gedanken...dieses verwirrung-stiftende Gefühl in meiner Bauchgegend...der plötzlich schnellere Pulsschlag...der Blick, der sieht, aber nichts davon fasst...
klingt komisch? scheisse man, ja, aber eine Form meiner elitären Ansprüche an mein Leben zwingt mich dazu, aus dem Fenster zu schauen und weiter zu sehen, als ich sehen kann.

was ist das? die ganze Welt scheint auf Reisen zu sein; sich an neue Kulturen anzupassen und die eigene, wahre Authenzität zu finden; Charakterbildung im Zeichen der Globalisierung zu erfahren. warum bin ich hier? warum gerade hier in diesen 4 Wänden und nicht auf einer Insel fern der Heimat, umgeben von Dingen, die ich noch nie zuvor gesehen habe und Menschen, die ich seit kurzem kenne und ihnen schon vertrauen kann; umgeben von Gottes Schöpfung, die mir zu einem erschreckend geringen Bruchteil bekannt ist.
für die nächsten 4,5 Jahre bin ich an diesen Ort aus bildungstechnischen Gründen gebunden. habe ich meine Chance verpasst? was ist wenn ich bis dato schon meine große Liebe gefunden habe? verblassen dadurch nicht solche Wünsche, die man als Anfangzwanziger so hegt? kann ich es mir dann überhaupt noch leisten mich für eine Weile outzusourcen?
in meinem Kopf bin ich ein Weltverbesserer. lass mich auf die Bretter der Welt und ich verändere sie. typisch für Anfang 20 -> keine Furcht vor der Welt, nur Sehnsucht, Zeichen zu setzen und Veränderung in die Welt zu bringen, welche sich niemand bisher getraute bzw nicht auf die Ideen kam. (ich hab ja noch Zeit "erwachsen" zu werden ;))
ich hab viel erlebt in meinem bisherigen Leben. ist das nicht wieder ein Konstrukt eines Erklärungsversuches, eines Entschuldigungs dafür, dass ich es bisher eben nicht auf die Reihe bekommen habe, so etwas zu starten? die Welt zu bereisen? weshalb denke ich, dass ich das brauche? ja, ich habe viel erlebt, aber sagt man sich nicht doch immer, dass man mehr erleben möchte? in unsrer Zeit ist genug nie genug, weshalb sollte ich individualisiert genug sein, um mich solchen soziokulturellen must-have-Bildungskriterien entziehen zu können?!
warum hat Gott mich noch nicht frei gemacht und mich in die Welt geschickt? hat er es versucht, aber ich hab die falsche Ausfahrt genommen, weil ich mir wieder selbst die Sicht versperrte?
... ... ...
ich rutsche zu sehr in die philosophisch-psychoanalytische Schiene ab. ich begebe mich zu Bett, da ich spüre, dass ich hier noch einen Weile tippen würde, wenn ich mich nicht aufraffe und den Rechner ausschalte.
verzeiht mir für solche Unmengen an Buchstaben ohne sinnvollen Inhalt oder Lehre oder Gedankenanstoß für das eigene Leben. war schlicht spontaner Egoismus, der mich überfiel und euch wieder an einem meiner verquerten Gedankespaziergängen teilhaben ließ...
- bloggen hat irgendwie eine Form von Freiheit, von Frei-Machen, von Ausbrechen...zumindest für mich =)
wenn jemand vielleicht doch etwas fühlte beim Lesen (sofern er/sie bis zum Ende kam ;) wenn ja -> Respekt =)) lass es mich wissen. vielleicht sprichst du Wörter, die freisetzen, nach was ich suche *smile*
in diesem Sinne, gehabt euch wohl
" Die Gedanken die wir uns auswählen sind die Werkzeuge mit denen wir die Leinwand des Lebens anmalen"
hab ihr gedacht ich lass euch ohne einen meiner Glückskekssprüche gehen? =P