Wo ist die Chance des Geistes, im Rahmen seines Verstehen-Könnens - daraus resultierend, seine Verinnerlichung - & seines Interessengefälles bzw. Interessenklimax', Freiheit des Lebens erfahren zu können?
wo ist die Reflexion über die bereits 1798 gestellte Kantische Frage, ob das menschliche Geschlecht wirklich im beständigen Fortschreiten zum Besseren sei?

Stumpfer Automatismus & fremd-injiziertes Gedankengut á la "Bauer sucht Frau" und "we are family" sind die Zeichen der Zeit. die Tragik anderer als Wegbereiter zur vollständigen Unmündigkeit...ist es das, Menschheit, was du leben möchtest?

Wohin entwich die biblische Moralität vom Altruismus? was bleibt denn dem Menschen, wenn er Herz & Hirn gegen glänzende Steine & Egomanie eintauscht? Wollen wir uns dorthin entwickeln?

"Postmoderne" nennt sich unsere derzeitige "Epoche". Beschleunigung durch Vergleichzeitigung heißt das heutige Zeitmuster. Paradoxer Weise scheinen wir durch unser hektisches Entgegenrennen dem Ziel des erfüllten & friedlichen Lebens immer weiter zu entfernen.
In unseren Köpfen spukt, in Anlehnung an das bblische Bild, eine eigens konstruierte Form des Paradieses. Welt, erwache & erkenne die Differenz, durch die dein Paradies zur Hölle wird. während die Bibel wunschloses Glück proklamiert, benötigst du immer neue Wünsche, um glücklich werden zu können.

"doch wer mir folgt, hat immer etwas zu tun." hmm...böse Zungen vermuten hinter diesem Zitat Goethes einen Werbeslogan von Twitter. Aber wer würde denn so eine Brücke schlagen!?

wem wir hier aber Folge zu leisten scheinen, ist eher der Gier, dem Drang zur Vergöttlichung seiner selbst. Guten Abend besiegter Mephisto. schön, dass du Zeit gefunden hast, um mit uns bei einem Latte Macchiato über uns & die Welt zu plauschen.

Himmlischer Vater, ich danke dir, dass Zeit für dich keine Rolle spielt!




(in Anlehnung an "Alles. Gleichzeitig. Und zwar sofort." von Kalrheinz A. Geißler)

Etwas abgeschieden von Häusern und Menschen
stand ein prachtvoller Baum, eine schlichte Schönheit.
Jeden Tag kam ein Junge, um eine bestimmte Uhrzeit
an seinen Lieblingsplatz, seiner Freiheit Grenzen.


Er war oft dort zu finden, fern der hektischen Stadt.
Dort konnte er alleine sein bei Tag wie bei Nacht;
im Schutze des Baumes fand der Friede statt.
Hier war etwas besondres; Vollkommenheit, ja!


Hier tankte er Kraft, hier fand er Rat;
einfache Annahme, obwohl er anders war.
Der Baum verneigte sich vor ihm, wie schön das war;
Glück mit Liebe umrahmt, seine Äste umarmten ihn zart.





Doch irgendwann, mit dem letzten herbstes Wind
fing der Tag an vor der Nacht zu flüchten. Atemlos!
Der Lieblingsplatz des Jungen weggeweht. Wohin?
einfach ersetzt, einfach abgewandt, einfach nahtlos.

Kein Platz mehr für den Jungen, an seinem Baum.
Die Schönheit erscheint andern; ihm nichtmal im Traum.
Was hat er falsch gemacht, fragt er sich;
aus Ehrlich- & Offenheit wird ein Hauch von nichts.

Die Füße des Jungen tragen ihn nun weiter;
schwarze Tränen rinnen entlang seinen Wangen.
Verewigt im Wind, verewigt in seinen Gedanken.
Freiheit beginnt neue Grenzen zu malen; wieder gescheitert.

eigentlich wollte ich schon in einem Buch weiterlesen und gemütlich in den Federn chillen.
dachte das wird ein kurzes Gastspiel hier am Rechner aber Pusteblume.

hab mich eben durch den einen oder andren Blog gelesen, Bilder betrachtet und schwups waren sie da...diese Gedanken...dieses verwirrung-stiftende Gefühl in meiner Bauchgegend...der plötzlich schnellere Pulsschlag...der Blick, der sieht, aber nichts davon fasst...
klingt komisch? scheisse man, ja, aber eine Form meiner elitären Ansprüche an mein Leben zwingt mich dazu, aus dem Fenster zu schauen und weiter zu sehen, als ich sehen kann.


was ist das? die ganze Welt scheint auf Reisen zu sein; sich an neue Kulturen anzupassen und die eigene, wahre Authenzität zu finden; Charakterbildung im Zeichen der Globalisierung zu erfahren. warum bin ich hier? warum gerade hier in diesen 4 Wänden und nicht auf einer Insel fern der Heimat, umgeben von Dingen, die ich noch nie zuvor gesehen habe und Menschen, die ich seit kurzem kenne und ihnen schon vertrauen kann; umgeben von Gottes Schöpfung, die mir zu einem erschreckend geringen Bruchteil bekannt ist.


für die nächsten 4,5 Jahre bin ich an diesen Ort aus bildungstechnischen Gründen gebunden. habe ich meine Chance verpasst? was ist wenn ich bis dato schon meine große Liebe gefunden habe? verblassen dadurch nicht solche Wünsche, die man als Anfangzwanziger so hegt? kann ich es mir dann überhaupt noch leisten mich für eine Weile outzusourcen?
in meinem Kopf bin ich ein Weltverbesserer. lass mich auf die Bretter der Welt und ich verändere sie. typisch für Anfang 20 -> keine Furcht vor der Welt, nur Sehnsucht, Zeichen zu setzen und Veränderung in die Welt zu bringen, welche sich niemand bisher getraute bzw nicht auf die Ideen kam. (ich hab ja noch Zeit "erwachsen" zu werden ;))

ich hab viel erlebt in meinem bisherigen Leben. ist das nicht wieder ein Konstrukt eines Erklärungsversuches, eines Entschuldigungs dafür, dass ich es bisher eben nicht auf die Reihe bekommen habe, so etwas zu starten? die Welt zu bereisen? weshalb denke ich, dass ich das brauche? ja, ich habe viel erlebt, aber sagt man sich nicht doch immer, dass man mehr erleben möchte? in unsrer Zeit ist genug nie genug, weshalb sollte ich individualisiert genug sein, um mich solchen soziokulturellen must-have-Bildungskriterien entziehen zu können?!
warum hat Gott mich noch nicht frei gemacht und mich in die Welt geschickt? hat er es versucht, aber ich hab die falsche Ausfahrt genommen, weil ich mir wieder selbst die Sicht versperrte?

... ... ...
ich rutsche zu sehr in die philosophisch-psychoanalytische Schiene ab. ich begebe mich zu Bett, da ich spüre, dass ich hier noch einen Weile tippen würde, wenn ich mich nicht aufraffe und den Rechner ausschalte.

verzeiht mir für solche Unmengen an Buchstaben ohne sinnvollen Inhalt oder Lehre oder Gedankenanstoß für das eigene Leben. war schlicht spontaner Egoismus, der mich überfiel und euch wieder an einem meiner verquerten Gedankespaziergängen teilhaben ließ...
- bloggen hat irgendwie eine Form von Freiheit, von Frei-Machen, von Ausbrechen...zumindest für mich =)

wenn jemand vielleicht doch etwas fühlte beim Lesen (sofern er/sie bis zum Ende kam ;) wenn ja -> Respekt =)) lass es mich wissen. vielleicht sprichst du Wörter, die freisetzen, nach was ich suche *smile*

in diesem Sinne, gehabt euch wohl

" Die Gedanken die wir uns auswählen sind die Werkzeuge mit denen wir die Leinwand des Lebens anmalen"
hab ihr gedacht ich lass euch ohne einen meiner Glückskekssprüche gehen? =P

Das Leben ist wie eine Fahrt in einem Vergnügungspark.
Wenn ihr die Fahrt beginnt und denkt, es wäre die Realität, dann ist unser Gehirn problemlos in der Lage es real erscheinen zu lassen.
Die Fahrt geht hoch und runter, hin und her, mal Nervenkitzel, mal kalter Schauer, sie ist sehr hell und in Farbe und es ist ziemlich laut und es macht Spaß - eine Weile lang.

Einige, die schon lange auf dieser Fahrt sind, beginnen sich zu fragen: "ist das echt oder ist das nur 'ne Fahrt?"
Andere erinnern sich und sie kommen zu uns und sagen: "Macht euch keine Sorgen und habt niemals Angst, denn das ist nur 'ne Fahrt."

Und wir bringen diese Leute um.

"Bringt ihn zum Schweigen! Ich hab' in diese Fahrt invenstiert. Schaut euch meine Sorgenfalten, mein dickes Bankkonto und meine Familie an, das muss echt sein!"

Es ist nur 'ne Fahrt.


Aber wir bringen die guten Jungs um, die uns das sagen. Wir lassen stattdessen die Dämonen um uns herum Amok laufen. Aber das macht nichts, denn es ist nur 'ne Fahrt, die wir jederzeit ändern können.

Es ist nur die Wahl.


Kein Aufwand, keine Arbeit, kein Job, keine Ersparnisse.
Nur die Wahl, hier und jetzt, zwischen

Angst und Liebe
Bill Hicks


Die Revolution beginnt bei Dir.
Die Revolution beginnt JETZT!

Meine Augen glitzern, das Schluchzen wird lauter, Vater;
Aqua-Planing meiner Emotionen, oh vertrauter Vater;
unruhig laufe ich umher mit lila im Blick, zauber Vater
diese Sorgen ans Licht, vom verirrten Getauften, Vater.

Wie soll ich entscheiden, überall hecheln Stimmen:
"Wähle meinen Weg & du wirst entsprechend gewinnen."

Ich drücke die Hände auf die Ohren, oh habt erbarmen;
die Wände kommen auf mich zu, sie schreien meinen Namen.
Wie kann ich sie aufhalten, ich bin überfordert, Herr;
hilf mir, himmlischer Vater, verhindere die Mordtat, Herr,
lass mich raus aus diesem Körper, rein in dein Wort, ja Herr;
Nebel umgibt mich, Mephisto hat mich geordert, Herr;
Taue umschlingen meine Füße, fesseln meine Hände,
legen sich langsam um meinen Hals, hat das denn kein Ende?
Die Luft wird dünner, Panik durchflutet mich,
die Wärme küsst Kälte, bitte komm Jesus, ich rufe dich;
meine Seele speit Wasser, im Auge des Sturms erstickt, doch...

plötzliche Stille
lautloses Gleichgewicht
oben
erschöpft falle ich auf die Knie, sinke langsam zu Boden;
die Welt hat den Kampf gewonnen, ha, wie irrelevant,
mein Erlöser owned die Schlacht, ich triumphiere entspannt.
Ich musste wieder erst fallen, um zu landen, wo ich hingehöre:
auf den Schoß meines Vaters, singt es, ihr Engelschöre!