Ich stecke den Schlüssel ins Schloss und drehe ihn mit einem sanften Heben und Ziehen der Tür. Ein leichtes Quietschgeräusch verrät mir, dass sie mir langsam den Weg in den Flur frei gibt. Mein Körper tritt ein. Mein Kopf hängt noch den Gedankengängen nach, die ich mir wieder einmal bei meiner wöchentlichen Ration Spazierengehen erst in den Sinn kommen, dann sachte wieder verschwinden ließ.

Ich schließe die Tür hinter mir und erklimme Stufe um Stufe zu meinem Zimmer empor. Den Kopf noch voller Gedankenfetzen setze ich mich an meinen Schreibtisch und versuche zu resümieren, welche Änderung die Natur unlängst in mir hinterlassen hatte. Aber was soll ich da schon groß resümieren…

Mit noch leicht gedankenverlorenem Blick bleibe ich an einem vor mir liegenden Blatt Papier hängen. Ein Brief, aber er trägt weder die Handschrift einer meiner neuen Brieffreundinnen, noch kann er ein noch nicht von mir versendeter Antwortbrief sein....

Meiner aufgezwungen sichtbaren Gleichgültigkeit zum Trotz lasse ich einen kurzen Blick über den Anfang des Textes schweifen....er ist an mich adressiert...